Am 4. Dezember 2004 konnten die MacherInnen der «Bärenacht» den vierten schappo aus den Händen von Regierungsrat Dr. Hans Martin Tschudi entgegennehmen.
Statt auf die Strasse in die Turnhalle: In der «Bärenacht» treffen sich Jugendliche aus verschiedensten Nationen, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe oder Sprache, zum freien und friedlichen Basketball-Spiel in der Dreirosenturnhalle.
Die Idee an sich ist simpel und eigentlich erstaunt es nicht, dass sie an vielen Orten auf dieser Welt funktioniert. Warum nicht Jugendlichen ganz unbürokratisch eine Halle, Basketbälle und Körbe zur Verfügung stellen und dazu Sound abspielen? Im Kleinbasel ist diese Idee Realität geworden. Seit Oktober 2000 wird zwischen Herbst- und Frühlingsferien jede Samstagnacht in der Dreirosenturnhalle Basketball gespielt. «Bärenacht» oder «Midnight Basketball» heisst der Anlass.
Ohne Stress und Zwang organisieren sich die Spieler und Spielerinnen selbst. Mitmachen können alle, die älter als 14 Jahre sind. Die Teams werden frei gemischt, und gespielt wird ohne Schiedsrichter. Das erfordert von allen TeilnehmerInnen ein hohes Mass an Selbstkontrolle, Frustrationstoleranz und die Bereitschaft zur konstruktiven Konfliktlösung. Im Vordergrund steht der Sport: auf Food, Drogen und Alkohol wird verzichtet.
Initiiert wurde die multikulturelle Sportnacht von der Gesellschaft zum Bären. Eine Organisation, die das friedliche Zusammenleben im Kleinbasel fördern will. Geleitet werden die Bärennächte von jungen Erwachsenen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Sie haben sich im Rahmen eines J+S-Programms zum Coach und Trainer ausbilden lassen.
«In der Halle wird nicht nur Basketball gespielt, es wird soziale Verantwortung und friedliche Konfliktlösung geübt. Das zusammen wirkt gewaltpräventiv - auch auf der Strasse.» Anastasia Planta, Beauftragte für Gewaltprävention AJFP