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Angehörigen Selbsthilfe 23. Oktober 2008


Folgende Projektpartner engagieren sich massgeblich für schappo:


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Angebote privater und nicht staatlicher Institutionen (Disclaimer)

img Die Gruppenbegleiterinnen sind ein erfahrenes, starkes Team. Sie wissen aus eigener Erfahrung, was es bedeutet, wenn ein Familienmitglied psychisch erkrankt.
Erika Schönfelder, Marianne Orban, Annemarie Wohlgemut, Beatrice Geissmann, Regula Vontobel, Èva Keller, Margot Wicki, Annette Petignat, Ruth Schad, Monika Baumann, Martina Saner (Geschäftsführerin Stiftung Melchior), v.l.n.r.



Die ANGEHÖRIGEN SELBSTHILFE erhält am 23. Oktober 2008 für ihr Engagement von Regierungsrat Dr. Guy Morin den 17. schappo übereicht.

Verzweiflung. Ohnmacht. Angst. Wut. Schuldgefühle. Angehörige von psychisch kranken Menschen sind mit ihren Emotionen, Fragen und Unsicherheiten sehr häufig alleine.

Die Belastung durch die psychische Erkrankung eines Familienmitglieds ist enorm, professionelle Hilfe zu finden sehr schwierig. Und das Verständnis im eigenen Umfeld nimmt fast täglich ab. Die Diskriminierung wächst. Neben der Hilflosigkeit droht der Rückzug und damit die gesellschaftliche Isolation. Die Initiantinnen der ANGEHÖRIGEN SELBSTHILFE sind mit diesen Gedanken vertraut. Sie kennen diese Gefühle aus eigener Erfahrung. Und sie haben erleben dürfen, dass sie ihre eigenen Schwierigkeiten im Gespräch und im Austausch mit anderen Angehörigen besser akzeptieren und bewältigen konnten. Mit diesem Wissen haben engagierte Angehörige vor über 20 Jahren die Selbsthilfegruppe ins Leben gerufen.

«Psychisch krank. Betrifft mich doch nicht!»
So oder ähnlich werden wohl viele denken. Beim näheren Überlegen erinnern wir uns aber an einen erkrankten Verwandten, die kleine Schwester einer Kollegin, den Bruder der Grossmutter. Ungern stellen wir fest, dass wir alle betroffen sein können. Laut Studien erkranken in der Schweiz knapp 50% der Menschen im Laufe ihres Lebens an einer psychischen Krankheit. Darunter leiden insbesondere auch die nächsten Angehörigen: Partner, Eltern, Geschwister, Kinder – sie sind oft alleine mit ihrer Last. Man spricht nicht gerne darüber. Es ist schwer, Gleichgesinnte zu finden.

ANGEHÖRIGEN SELBSTHILFE wird oft als Rettung in grosser Not erlebt.
In den Selbsthilfegruppen kommen durch ähnliche Lebenssituationen viel Wissen, Erfahrung, Mitgefühl, Trost und Verständnis zusammen. Der regelmässige Austausch von gleich zu gleich ermutigt, öffnet den Blick für nächste Handlungsschritte. Über 90 Angehörige treffen sich in acht Selbsthilfegruppen mit 5–15 Teilnehmern/-innen. Je nach Beziehung zum kranken Menschen (Elternteil, Kind, Lebenspartner/-in oder Geschwister) wählen die Angehörigen ihre Gruppe aus. Sie werden von erfahrenen, langjährigen, selbst betroffenen Teilnehmerinnen begleitet. Weitere Unterstützung erhalten die Initiantinnen und Angehörige auch von ausgebildeten Fachpersonen der Stiftung Melchior.



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